Die Chelat-Therapie ist ein ambulantes Heilverfahren zur Therapie von Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen. Klinische Erfahrungen mit weltweit über 1.000.000 Patienten, wissenschaftliche Publikationen und Bücher belegen ihre hervorragende Wirkung. Dabei wird dem Körper eine Lösung zugeführt, die verschiedene Mineralstoffe und Vitamine enthält, vor allem aber den Wirkstoff EDTA (Äthylendiamintetraessigsäure).

EDTA besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle, wie zum Beispiel Cadmium (Zigaretten), Blei (Benzinrückstände) und Quecksilber (Amal- gamfüllungen) etc. sowie das Leichtmetall Calcium im Körper zu binden, so dass diese Substanzen via Nieren ausgeschieden werden können. Deshalb ist EDTA sowohl bei Metallvergiftungen als auch zur Behandlung von Arteriosklerose hervorragend geeignet.

Entscheidend ist, dass EDTA eine große Bindungsfähigkeit zu den sog. Übertragungsmetallen hat, die Helfer bei der Bildung von überschüssigen Freien Radikalen sein können. Dadurch wird Arteriosklerose aufgehalten, die Zellfunktionen wieder hergestellt und die Kalziumüberladung abgebaut. Das an Eiweiß gebundene Kalzium bleibt vom EDTA unbeeinflusst.

Die Chelat-Therapie wird überall in der Welt praktiziert. In den USA haben sich schon über eintausend Ärzte darauf spezialisiert.

Die Geschichte der Chelat-Therapie geht auf die Forschungs- arbeiten des Schweizer Chemikers und Nobelpreisträgers Alfred Werner (1866-1919) zurück. Sein Konzept von den Bindungs- verhältnissen der Metalle im Molekül eröffnete das neue Feld der Komplexchemie. In den 1930er Jahren wurde auf Basis dieser Erkenntnisse in Deutschland ein weißes, kristallines, in Wasser lösliches Pulver entwickelt, das sich durch seine Calcium bindenden Eigenschaften hervorragend als Farbenstabilisator eignete. Einige Jahrzehnte später entdeckte man die Nützlichkeit dieses Pulvers auch für die Medizin. Denn offenbar ließen sich mit EDTA auch Gefäße „entkalken“.

EDTA ist ein für den Menschen ungiftiger Wirkstoff, der die Fähigkeit besitzt, mit Metallionen stabile Komplexe zu bilden, die dann via Nieren natürlich ausgeschieden werden können. Chelat-Therapie wird daher nicht nur bei akuten Schwermetallvergiftungen mit Quecksilber, Blei, Cadmium etc. eingesetzt, sondern vor allem auch zur Therapie und Prävention der Arteriosklerose. Denn auch Calcium, das in die arteriosklerotischen Plaques eingebaut wird, ist ein Metallion. Hier wurde die Wirkung von EDTA oft mit der Entkalkung von Rohren verglichen. Dies ist im Kern zwar zutreffend, aber sicher stark vereinfacht, denn die Wirkmechanismen des EDTA sind komplexer und vielschichtiger.

Die wissenschaftlichen Grundlagen für die heutige Praxis der Chelat-Therapie lieferten in den vergangenen Jahren auch andere Sparten der Medizin wie Orthomolekularmedizin, Enzymtherapie, Krebs- und Rheumaforschung, sowie die Physiologie und Biochemie des Stoffwechsels und der Sauerstoffversorgung bei chronisch degenerativen Krankheiten. Forschungsergebnisse aus diesen Bereichen haben gezeigt, dass degenerative Erkrankungen und Alterungsprozesse eine gemeinsame Ursache haben: die übermäßige Bildung der so genannten Freien Radikale.

Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Atome oder Moleküle, die bei Überlastung von Verbrennungsprozessen in der Zelle entstehen. Dies geschieht vor allem dann wenn z.B. Schwermetalle den Zellstoffwechsel belasten, aber auch durch UV- oder Röntgenstrahlung von außen. Radikale spielen bei einer Vielzahl biologischer Prozesse eine wichtige Rolle, können aber auch Zellschäden verursachen, wenn sie nicht wirksam „abgefangen“ werden. So sind beispielsweise Schäden am Erbmaterial von Zellen durch Freie Radikale u.a. die Ursache für Krebserkrankungen. Aber auch die Arteriosklerose und degenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer werden auf diesen Krankheitsmechanismus zurückgeführt.

Die Chelat-Therapie ist hier eine wirksame Methode, die die Entstehung Freier Radikale eindämmt und reduziert und damit nicht nur Zellschäden vorbeugt, sondern der Zelle die Möglichkeit gibt, sich von bereits entstandenen Schäden zu erholen.

Die o.g. Tatsachen erklären, warum die Chelat-Therapie bei zahlreichen Leiden gute bis sehr gute klinische Ergebnisse erzielt.

Hierzu zählen vor allem Herz-Kreislauferkrankungen wie Arterio- sklerose, pAVK (Schaufensterkrankheit), Angina pectoris, Gefäßverschlüsse und Atherom-Bildungen. US-Studien gehen davon aus, dass bis zu 60% der Bypass-Operationen durch die Chelat-Therapie umgangen werden könnten. Aber auch andere Beschwerdebilder und Krankheiten wie Arthritis, Gelenkerkran- kungen, Rheuma, Diabetes, Hautleiden, mangelhafte enzymatische und hormonelle Funktionen, Frigidität und Impotenz, Krebserkrankungen, Nahrungsmittelallergien, Osteoporose, M. Alzheimer, Multiple Sklerose, Sklerodermie, Immundefekte und Augenleiden wie Maculadegeneration etc. werden mit Chelat-Therapie effektiv behandelt.

Die heutige Chelat-Therapie mit hochdosierten Vitamin-, Mineral- und Spurenelementzusätzen wird deshalb zu Recht als revolutionäre Kausaltherapie bezeichnet, da sie der zellschädigenden Wirkung der Freien Radikale effektiv entgegenwirkt. Sie eignet sich nicht nur zur Behandlung bereits bestehender chronisch degenerativer Erkrankungen, sondern vor allem auch zur wirksamen Vorbeugung dieser.

Die Chelat-Therapie eignet sich ebenfalls hervorragend zur Ausleitung von Schwermetallen wie Quecksilber aus Amalgam- füllungen.

Die Kosten der Therapie sind unserer Preisliste zu entnehmen und beinhalten sämtliche Zusatzstoffe (Vitamine, Spurenelemente etc.). Der Preis ergibt sich vor allem aus der mehrstündigen Dauer und der Überwachung der Infusion. So richten sich die gesamten Kosten nach der Schwere der Krankheit und der entsprechenden Zahl der notwendigen Anwendungen.

Eine Chelat-Therapie kann nicht bei schwerer Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz angewendet werden. Weitere Kontraindikationen sind Schwangerschaft und verkalkte Tuberkulose-Herde. Da EDTA neben Calcium auch essentielle Spurenelemente bindet und die Plasmakonzentrationen von Vitamin B und C vermindert, werden diese der Chelat-Infusion zugesetzt. Während der Therapie werden regelmäßige Urin- und Blutdruckkontrollen durchgeführt.

Gelegentlich können während der Infusion geringfügige Schmerzen, Ermüdung sowie Änderungen des Blutdruckes oder des Blutzuckerspiegels auftreten. Sie werden problemlos durch die Verlangsamung der Infusionsgeschwindigkeit kontrolliert. Meist verschwinden diese Begleiterscheinungen nach 2 Sitzungen.

Eine gründliche laborärztliche Untersuchung vor Beginn der Therapie ist zwingend erforderlich.

Eine komplette Chelat-Therapie umfasst im Minimum 10-20 Einzelinfusionen. Bei fortgeschrittenen Fällen der Arteriosklerose sowie bei einem Arterienverschluss sind i.d.R. wesentlich mehr Sitzungen notwendig (30 bis 100 Infusionen). Die Infusionen erfolgen 1 – 3 mal pro Woche und müssen sehr langsam verabreicht werden. Eine Therapiesitzung dauert im Durchschnitt 3-4 Stunden. Tritt ein Brennen während der Infusion von der Einstichstelle an aufwärts auf, so wird die Infusionsgeschwindigkeit nochmals reduziert.

Die Chelat-Therapie lässt sich auch zusammen mit anderen Therapieformen für arterielle Verschlusskrankheiten anwenden. Sie ist mit der gleichzeitigen Gabe von „Blutverdünnern“ und Medikamenten, die die Blutgefäße erweitern, den Blutdruck senken oder gegen Herzrhythmusstörungen wirken, vereinbar. Häufig kann man während oder nach einer erfolgreichen Chelat-Therapie auf die Einnahme bestimmter Medikamente teilweise oder ganz verzichten. Eine Chelat-Therapie ist auch nach gefäßchirurgischen Eingriffen oder Amputationen möglich. Ziel dieser Therapie ist es jedoch gerade solch schwerwiegenden Eingriffen vorzubeugen.